Fricci
„il maestro"Mit ihm fing alles an, er durfte mich in diese neue Welt geleiten. 2018 wurde er, zu aller Erstaunen, österreichischer Vizemeister beim Holzrücke-Championat. Zutiefst: Danke.
Wer ich bin? Hoffentlich ein guter Partner und Fuhrmann für meine Arbeitstiger. Und eigentlich das, was meine Pferde sind.


Während meiner Selbstständigkeit als Gastronom und Hotelier wurde ich durch eine glückliche Fügung Pferdebesitzer. In einem Prozess der Veränderung und auf der Suche nach neuen Wegen konnte ich dem anfänglichen Hobby mehr Raum geben. Schnell wurde mir klar, dass das Bewegen in einer Art „Sandkiste" noch nicht alles gewesen sein kann.
Und so folgte die Anmeldung zu einem Holzrückekurs, als totaler Azubi. Nach der Teilnahme war ich mit dem Arbeitspferde-Virus 1.0 infiziert. Erfolgreiche Impfungen gibt es bis heute nicht, eher die Ansteckungswahrscheinlichkeit der gesamten Familie.
In den folgenden Lehrjahren, die einerseits mit viel Übung, andererseits mit dem Belegen unterschiedlichster Kurse verbunden waren, habe ich mir einen hohen Grad an Wissen und Erfahrung erarbeitet. Neben der gelebten Nachhaltigkeit fasziniert mich besonders der unbedingt notwendige partnerschaftliche Umgang mit dem Arbeitspferd.
Im Rahmen meiner Ausbildung zur Lebens- und Sozialberatung ist mir noch deutlicher geworden, dass Tagesverfassung, Kongruenz, Resilienz und Präsenz des Fuhrmanns direkt auf das Verhalten des Pferdes wirken. Um das sichtbar und für mein Gegenüber zur Selbstentwicklung nutzbar zu machen, habe ich zusätzlich eine Ausbildung zum pferdegestützten Coaching absolviert.
Dieser Zugang findet sich immer wieder auch in meinen vermeintlich landwirtschaftlichen Arbeitspferdekursen.
Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Die Arbeit mit dem Pferd wird ihr am ehesten gerecht und ist trotzdem fast in Vergessenheit geraten. Und sie erfüllt Aspekte der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.
Das Pferd schöpft seine Kraft von der Koppel nebenan und bringt sie zurück in den Acker. Die Natur unterstützt sich durch ihre eigenen Lebewesen, und wir steigen einfach in diesen Kreislauf ein.
Geringere Bodenverdichtung und weniger Schaden für den Nachwuchs. Das ist kein nostalgischer Luxus, sondern handfester Vorteil für jeden Boden.
Die Arbeit mit Pferdekraft entwickelt auch das eigene Können weiter. Sie verlangt Aufmerksamkeit, Ruhe und ein echtes Miteinander von Mensch und Tier.
Mit ihm fing alles an, er durfte mich in diese neue Welt geleiten. 2018 wurde er, zu aller Erstaunen, österreichischer Vizemeister beim Holzrücke-Championat. Zutiefst: Danke.

Zuerst war er nur Kraftmaschine, mit der Lebenseinstellung „geht nicht, gibt's nicht". Seinen Verlassfaktor und sein ruhiges Gemüt hat er schon in vielen kniffligen Situationen unter Beweis gestellt.
„Meine Pferde spiegeln mir, dass das Überschreiten eigener Grenzen ungesund ist."Christof Gerlitz